Einführen einer Unternehmenssoftware: Liqui Moly zeigt, wie man es nicht macht

An Schreckensmeldungen bei der Einführung von Unternehmenssoftware aus dem SAP-Umfeld hat man sich ja bereits gewöhnt. Immer wieder hört & liest man man von fehlgeschlagenen, oder aus dem Ruder gelaufenen Projekten. Doch nicht nur Großkonzerne, sondern auch KMUs müssen sich bewusst sein, dass eine solche Umstellung nicht mal eben so funktioniert.

Aktuell zeigt Liqui Moly, was alles schief gehen kann. Wer den Namen nicht kennt: Liqui Moly ein Ulmer Unternehmen, das auf die Herstellung von Additiven, Schmierstoffen und Motorenölen spezialisiert ist.

Natürlich wollen wir damit nicht sagen dass Liqui Moly selbst Schuld ist, und es ist auch keine Schadenfreude, sondern einfach nur ein aktuelles Beispiel dafür, was bei der Einführung einer Unternehmenssoftware zu berücksichtigen ist.

Liqui Moly hat jahrelang eine auf die eigene Bedürfnisse zugeschnittene Software auf Basis von AS400 (ein IBM-System) genutzt. Nun wollte man komplett auf eine neue Software, und zwar auf Dynamics von Microsoft, umsteigen.Damit hat das Unternehmen gleich mehrere Fehler begangen:

Festhalten am Status Quo
„Never touch a running system“ – ein fataler Irrtum! Unternehmenssoftware ist eng verbandelt mit dem Unternehmen – und eine Unternehmen lebt, verändert sich, entwickelt sich weiter.
Und die Software muss es auch! Gerade eine individuell erstellte Software ermöglicht dies doch in einer idealen Weise.

Umstellung mehrerer Systeme auf einmal
Einkauf, Produktion, Versand, Rechnungsstellung – all das und noch mehr soll die Software abbilden. Und wenn es in der Kette irgendwo hakt, sind auch alle anderen Abteilungen betroffen. Da ist es besser auf mehrere Sprints zu setzen, statt den großen Wurf zu wagen.

Welche Lehren können wir daraus ziehen? Genau die, die wir aus Überzeugung bereits leben:

  1. Software von der Stange passt einigermaßen – Individualisierung hingegen sorgt für Wohlbefinden.
  2. Software lebt – und erfordert ständige Anpassung, Erweiterung und Wartung.
  3. Teile und herrsche – Wenn ihr Unternehmen aus einzelnen Abteilungen, Verantwortungen und Personen besteht, warum sollte dann die Software ein großer Klotz sein? Agil & dynamisch geht anders!

Planen Sie auch die Einführung einer Unternhehmenssoftware, haben Sie Anforderungen und Probleme mit ihren alten Systemen? Sprechen Sie uns an, gemeinsam finden wir bestimmt eine Lösung!

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